13.02.2026
Gelungene Besinnungstage in Triefenstein.
Bei der Abschlussrunde sind sich alle einig: Die vier Besinnungstage im Kloster Triefenstein waren schön, intensiv und wertvoll. 32 Teilnehmende aus den Arche-Gemeinschaften Landsberg, Ravensburg, Tecklenburg und Gäste aus Norddeutschland waren vom 2. – 5. Februar ins Kloster nach Unterfranken gekommen, um unter dem Motto „Miteinander leben“ gemeinsam diese Tage zu verbringen. „Ich habe viele wertvolle Anregungen mitgenommen“, sagte Assistent Martin und bedankte sich beim Vorbereitungsteam um Birgit, Ingeborg und Linette.
Im Mittelpunkt der Kleingruppenarbeiten und Kreativworkshops standen Strophen aus dem Arche-Gebet. Einem Bewohner der Arche-Landsberg gefiel besonders, dass zu den einzelnen Strophen die entsprechenden Gebärden gezeigt wurden. Er schlug dann auch gleich vor, die Gebärden zu filmen, damit auch andere Menschen diese Form des Arche-Gebets kennenlernen und anwenden können – ein Vorschlag, der am letzten Tag direkt umgesetzt werden konnte.
Die Liebe Gottes, die Liebe untereinander und die Offenheit für Begegnung mit anderen Menschen werden in der ersten Strophe des Arche-Gebets thematisiert. Zu diesen Inhalten arbeiteten die Teilnehmenden am ersten Tag im Kloster. Sie überlegten gemeinsam, was Liebe bedeutet, in welchen Beziehungen sie erlebbar wird und wie sie zum Ausdruck kommen kann. Am Nachmittag führte Bruder Georg durch das imposante Kloster, das seit Mitte der 1980er-Jahre der Hauptsitz der Christusträger-Bruderschaft ist. Dabei erfuhr die Gruppe viel von der wechselvollen Geschichte des Anwesens und der Arbeit der Bruderschaft. Besonders spannend wurde es, als Bruder Georg von seinen Erlebnissen in Afghanistan während seiner 50-jährigen Arbeit für Leprakranke erzählte. Abends gestalteten und beschrieben die Teilnehmenden in gemütlicher Runde Karten, um sie später als Gruß an geliebte Menschen zu schicken.

Am zweiten Tag begab sich die Gruppe auf die Suche nach dem Guten und dem Schweren im Leben, denn von diesen Ausprägungen des Lebens handeln die Strophen 3 und 4 des Arche-Gebets. Nach dem theoretischen Teil setzten sich die Teilnehmenden kreativ mit den Inhalten auseinander: Sie bastelten Collagen, gestalteten Ausmalbilder und Kerzen zum Thema Frieden oder bemalten Kieselsteine, die später auf dem Friedhof auf den großen Gedenkstein gelegt wurden. Danach ging es zum Aufwärmen in ein Café – Schweres und Schönes liegen im Leben bisweilen eng beieinander. Abends war Kino angesagt: „Ziemlich beste Freunde“ wurde gezeigt, ein Film, der von einer Freundschaft von zwei Männern mit gegensätzlichen Lebenshintergründen und unterschiedlichen Handicaps erzählt und der viel Gesprächsstoff für die anschließende Diskussionsrunde bot.
Am Donnerstag nahm die Gruppe die zweite Gebets-Strophe in den Blick, in der es um den gemeinsamen Weg geht. Mit einem improvisierten Parkour wurde der Sinn der Strophe für alle erfahrbar: Da musste über einen Balken balanciert, unter Hindernissen hindurchgekrochen oder ein Slalom bewältigt werden. Kooperation war gefragt und jeder und jede unterstützte und half anderen, wo es nötig war, bis alle den Weg geschafft hatten. Nach Mittagessen und einer Kaffeepause bereiteten Kleingruppen den Schlussgottesdienst vor, der die letzte Strophe des Arche-Gebets thematisieren sollte: Sie handelt von Vertrauen, Geborgenheit und Segen. Bei der ausgelassenen Party am Abend zeigten die Teilnehmenden ihre Entertainer-Talente und Tanzfreude, egal ob auf zwei Beinen oder im Rollstuhl.
Erfüllt und mit neuen Freundschaften im Gepäck hieß es nach der Abschlussrunde am Freitag Abschied nehmen – nicht ohne sich gegenseitig einzuladen oder ein Wiedersehen in diesem Jahr in Aussicht zu stellen, zum Beispiel beim Katimavic im Mai oder der Arche-Wanderung Anfang Juli.
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